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Wally ist glücklich vermittelt!

Golden Retriever

 

Steckbrief

Vorgeschichte: Die Abgabegründe von Wally werden ernsthaften Interessenten gern auf Anfrage mitgeteilt.

Geschlecht: Rüde
Alter: 2 Jahre
Kastriert: ja

Golden Retriever

 

Erwachsene: Wally ist ein sehr unsicherer Rüde. Er muss anfangs Vertrauen zu seinen Menschen aufbauen. Ist dieses Vertrauen einmal aufgebaut, ist er ein verschmuster liebevoller Rüde. Er liebt die Nähe zu seiner Pflegefamilie und möchte am liebsten immer bei ihnen sein. Er fordert die Pflegestelle zum Spielen auf und bringt ihnen immer gerne sein Spielzeug. Wally tritt fremden Menschen sehr unsicher entgegen. Er betrachtet sein Gegenüber genau und wenn ihm dieser nicht geheuer ist, bellt er los. Wenn Wally die Person öfters gesehen hat, ist dieses kein Problem mehr. Wally benötigt daher auch immer eine kurze Zeit, bis er auf Besucher zu geht. Anfangs sollten Besucher Wally nicht anfassen, er beißt nicht und zeigt sich auch nicht aggressiv, aber seine Unsicherheit führt dazu, dass er dann lautstark zu bellen anfängt. Wally hat in der Pflegestelle gelernt, dass wenn es klingelt, er auf seiner Decke liegen bleiben muss, bis der Besuch angekommen ist und er die Freigabe zum Aufstehen erteilt bekommt. Wenn der Besucher dann noch ein Leckerlie hat, freut Wally sich sehr. Anfangs zeigte Wally dieses Verhalten auch bei Passanten draußen auf der Straße. Wally hat gelernt, mit einem Abbruchsignal und Umlenken dies auszuhalten, so dass ein Vorbeigehen nun möglich ist. Wally reagiert dennoch manchmal mit Bellen auf Menschen, gerade wenn sie dunkel gekleidet sind sowie auf Jogger und Fahrradfahrer. Ein entsprechendes Management wird hier immer nötig sein.

Kinder: Wally findet Kinder toll und geht sehr vorsichtig mit Ihnen um. Er lässt sich von Kindern streicheln und ist gerne in ihrer Nähe. Wally sollte aber nie alleine mit Kindern sein, da Wally zurück geht, wenn man in die Nähe seines Halses kommt. Hier scheint er in der Vergangenheit schlechte Erfahrung gemacht zu haben.

Hunde: Wally lebt in der Pflegestelle mit 2 Hündinnen zusammen. Er fordert diese gerne zum Spielen auf und liegt gerne neben ihnen. Wally zeigt keine Ressourcenverteidigung. Wally erkennt manchmal die Grenze nicht, wenn die Hündinnen nicht mehr spielen möchten. Eine klare Ansage der Damen und Wally legt sich dann ruhig ab. Wally versteht die Hundesprache gut und hat Respekt vor den vorhandenen Hündinnen. Spielzeuge werden geteilt und Futter wird den anderen nicht durch knurren oder Zähne zeigen streitig gemacht. Wally kann warten bis alle ihr Futter bekommen. Draußen verlaufen Hundebegegnungen jedoch unterschiedlich ab. Auch hier tendiert er aus Unsicherheit zu starkem Bellen. Seine Distanz ist hierbei unterschiedlich groß, was das Managen erschwert. Es ist wichtig Wally frühzeitig lesen zu können, damit ein Alternativverhalten noch möglich ist. Wally zeigt sich fremden Hunden nicht aggressiv sondern unsicher gegenüber.

Andere Tiere: Wally ist sehr interessiert an anderen kleinen Tieren und möchte diese gern jagen. Kommen ihm Pferde oder Kühe zu nah, bellt er diese an.

Stubenreinheit: Wally ist stubenrein, wenn er raus muss, zeigt er dieses durch Jaulen an.

Treppen: Er kann Treppen steigen.

Alleine bleiben: Wally kann gut 5 Stunden allein bleiben, länger musste er es bisher in seiner Pflegestelle nicht. Er ist ruhig, legt sich ab und macht auch nichts kaputt. Wenn seine Pflegfamilie nach Hause kommt, ist die Freude riesig.

Grundgehorsam: Wally hat ein guten Grundgehorsam, er kann „Sitz“, „Platz“, „Komm“, „Stopp“, „Fuß“ und „Steh“. Er weiß zudem was „Nein“ heißt und er geht nach Aufforderung auf seine Decke. Bei Wally müssen die Grundkommandos immer wieder gefestigt werden, er kann sie, doch testet er auch immer wieder aus. Bei Wally ist Konsequenz gefragt, denn er probiert gern, wie weit er gehen kann. Wenn er merkt: „Okay das es ist kein Spiel, ich soll jetzt wirklich das Kommando ausführen.“, tut er es auch.

Leinenführung: Wally kann gut an der Leine gehen. Er kann entspannt und ruhig an der Leine gehen, wenn er aber was Interessantes sieht oder er Begegnungen hat die ihn Unsicher machen, zerrt er an der Leine und bellt lautstark. Er entwickelt hier imense Kräfte und sein Mensch muss ihn halten können. Mit Wally wird derzeit das „Abbruchsignal“ und das „Umlenken“ trainiert. Wenn Wally sich auf einen Punkt fixiert hat, den er anbellen möchte, ist es schwer ihn umzulenken, daher sollte man die Richtung wechseln, um ihn von dem Reiz wegzuführen. Das Training muss fortgesetzt werden und sollte stets mit Geschirr erfolgen. Ein Halsband ist auf Grund von Verletzungsgefahr des empfindlichen Halsbereiches sowie auf Grund seiner schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit nicht ratsam.

Ängste: Wally hat in seiner Pflegestelle keine Anzeichen von Ängsten gezeigt. Alltägliche Haushaltsgeräusche stören ihn nicht. Beim Staubsaugen oder wischen versucht er, mit den Gegenständen zu spielen.

Jagdtrieb: Wally hat einen ausgeprägten Jagdtrieb und ist daher, immer sicher an der Leine zu führen. Wenn Wally, Hasen, Vögel oder Katzen sieht, will er sofort losrennen und diese jagen.

Autofahren: Wally fährt gerne Auto, er legt sich sofort ab. Er verhält sich bei der Fahrt ruhig, doch wenn andere Hunde an dem Auto vorbeigehen, bellt er diese an.

Besonderheiten: Wally ist kein Anfängerhund. Die Begegnungen mit anderen Hunden stellen sich teilweise als schwierig dar. Wally zeigt an manchen Tagen keinerlei Auffälligkeiten und an anderen Tagen zeigt er das komplette Gegenteil, als ob er alles verlernt hätte. Ein weiteres intensives Training in Begleitung eines Hundestrainers ist daher zwingend notwendig. Die neuen Besitzer müssen sich bewusst sein, dass Wally die Verhaltensauffälligkeiten nie ganz ablegen kann und wird. Man kann mit ihm trainieren und ihm durch sicheres Auftreten sowie durch eine sichere Führung unterstützen und die Vorkommnisse verringern. Zu Hause sollte Wally ebenfalls klare Regeln haben. Anfangs zeigte Wally in der Pflegestelle seinen Dickkopf. So war es kaum möglich, ihn auf seine Decke zu schicken oder auch ein „Sitz“ und „Platz“ einzufordern. Er verkriecht sich dann gerne unter den Tisch und brummt dann, vor sich hin. Dieses Verhalten sollte man nicht dulden und ihn aus dieser Situation rausnehmen. Die Pflegestelle hat dazu eine Hausleine und ein Geschirr zur Hilfe genutzt, um ihn führen zu können. Nach einiger Zeit konnten die Trainingshilfsmittel nach und nach abgesetzt werden. Bei Wally ist zudem darauf zu achten, dass man keine schnellen Bewegungen Richtung Hals tätigt. Wally schnappt nicht zu. Er zeigt spielerisches Zähnezeigen. Wer das nicht richtig deuten kann, wird sich zurückziehen, was wiederum Wallys Verhalten verstärken könnte. Es wurden Trainingseinheiten mit Halsband und/oder Tuch durchgeführt, um ihm zu zeigen, dass Berührungen am Hals nichts Schlimmes sind. Wally mag Wasser und geht gern in dieses rein.

Gewicht: Er wiegt 32 kg und hat damit Idealgewicht. Das Gewicht sollte weiterhin regelmäßig kontrolliert werden, da er durch das kontinuierliche Training viel Leckerli bekommt.

Gesundheit: Bei Wally haben wir ein Blutbild und eine Kotuntersuchung durchführen lassen. Beide Befunde sind unauffällig. Da wir den Verdacht hatten, durch sein Aussehen und seine Verhaltensauffälligkeiten, dass Wally kein reinrassiger Golden Retriever sein könnte, haben wir einen Gentest veranlasst. Unser Verdacht wurde bestätigt. Wally ist zu 74% ein Golden Retriever und die anderen 26% schließen eine andere Rasse nicht aus. Wally ist gesund, gechipt und geimpft.

Neues Zuhause: Für Wally wünschen wir uns ein hundeerfahrenes und liebevolles Zuhause. Da mit ihm noch viel trainiert werden muss, wäre eine Einzelhundhaltung für die volle Aufmerksamkeit wünschenswert. Da Wally sich aber auch an einem Zweithund orientiert und dieser ihm Sicherheit und Grenzen aufzeigen kann, wäre ein absolut souveräner Zweithund denkbar. Dieser müsste aber wirklich gut ausgebildet sein. Wally sollte in keinen Haushalt mit kleinen Kindern, Kinder ab 14 Jahren sind kein Problem. Zudem wäre es schön, wenn Wally in einer ruhigen Gegend sein zu Hause findet, wo nicht zu viele Eindrücke täglich sein Leben begleiten. Eine ländliche Umgebung wäre daher vom Vorteil. Die neuen Besitzer sollten Kraft besitzen, um einen 32 kg Hund, der „unkontrolliert“ lossprinten möchte, auch halten zu können. Für Wally sollte genügend Zeit für Trainingseinheiten vorhanden sein. Vor der Vermittlung sollte ein Wochenende zum Kennenlernen sowie Zeit zum Zeigen der erlernten Kommandos mitgebracht werden.
Wally wird nur mit Schutzvertrag und einer Schutzgebühr vermittelt.

 

Bewerbung: Sie haben weitere Fragen oder möchten sich für Wally bewerben? Dann nehmen Sie gern mit uns Kontakt per E-Mail auf! Was Sie alles in die Bewerbungsmail hineinschreiben sollten und wie das Bewerbungsverfahren weiter abläuft, erfahren Sie hier

 

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